19.06.2022

Wieder nach Elfmeterschießen: TVV Neu Wulmstorf verteidigt Kreispokal!

Zur Neuauflage des letzten Kreispokalfinals kam es im Neu Wulmstorfer Bassental: Der TVV Neu Wulmstorf empfing zu seinem „Finale daheim" den Kreisligakonkurrenten MTV Ramelsloh. Wie schon 2019 entschied das Elfmeterschießen über den Pokalsieg, den am Ende wieder der TVV erringen konnte.

Bevor der Ball im Endspiel rollte, wurde Ortwin Leder gebührend verabschiedet: Der 83-Jährige beendete mit Ablauf der Saison 2022/23 seine langjährige Schiedsrichterlaufbahn im Landkreis Harburg und durfte den symbolischen Anpfiff durchführen. Zudem erhielt er von seinem Heimatverein TVV Neu Wulmstorf einen kleinen Pokal in Anerkennung an seine Leistungen für den Verein und das Schiedsrichterwesen.

Die Finalisten vom TVV Neu Wulmstorf und MTV Ramelsloh legten im Spiel sofort los, wie die sprichwörtliche Feuerwehr: Nicht mal eine Minute war vergangen, als TVV-Angreifer Klaas Krüger einen Schnitzer der Ramelsloher Hintermannschaft ausnutzte und zur frühen Führung vollendete. Angetrieben von dieser kalten Dusche rollte die Ramelsloher Mannschaft postwendend auf das Neu Wulmstorfer Tor zu. Angreifer Marvin Gnadt, der am heutigen Tage nur durch eine Verletzung in der 2. Halbzeit zu stoppen war, scheiterte in der 2. Minute an TVV-Torhüter Chris-Adrian Chmielewski. In der 19. Minute war es wieder Gnadt, der auf und davon war, letztlich den Ball aber am langen Pfosten vorbei schob. Auf der anderen Seite scheiterte Jannik Thees nach toller Kombination an Ramelslohs Schlussmann Henning Brauel (32'). Letzte aussichtsreiche Gelegenheit in Durchgang eins besaß Maurice Heissig, der nach einer Ecke in der 36. Minute von der Strafraumkante vergeblich abzog.

Auch die 2. Halbzeit begann, wie die 1. Hälfte, mit einer Torchance von TVVs Krüger, doch der Winkel war dieses Mal zu spitz für den umtriebigen Angreifer (50'). Drei Minuten später scheiterte Krügers Mitspieler Aaron Bröer mit einem Volleyschuss, welcher knapp den linken Torwinkel verfehlte. Auf der Gegenseite machte es Ramelslohs Gnadt besser: Der Flügelspieler setzte sich mit Tempo und Ballsicherheit gegen die TVV-Abwehr durch und vollendete zum zu dem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich (54'). Auf diesen Dämpfer hatte Neu Wulmstorf in der 66. Minute die passende Antwort. Klaas Krüger konnte von keinem Gegenspieler entscheidend gestoppt werden und traf nach sehenswerter Einzelleistung zur erneuten Führung. Danach überließ der TVV dem Ligakonkurrenten weitestgehend Ball und Feld, doch Torchancen konnte Ramelsloh kaum kreieren - es musste also ein Standard her. Dean-Yannek Greve schoss einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld ins linke Toreck, in das sich Chmielewski vergeblich zu strecken versuchte - der sehenswerte Ausgleichstreffer (79')! Als alle Anwesenden sich mit dem Elfmeterschießen bereits anfreundeten, schickte sich in der letzten Spielminute abermals Klaas Krüger an zum Held des Tages zu avancieren, als er in Richtung Ramelsloher Tor marschierte. Jedoch schob Krüger den Ball am langen Eck denkbar knapp vorbei. Kurz darauf pfiff Finalschiedsrichter Peter Ahlers nach 90 umkämpften Minuten ab.

Wie schon 2019 musste also das Elfmeterschießen herhalten, bei dem TVV-Torhüter Chmielewski mit zwei gehaltenen Strafstößen den Kreispokalsieg, und damit die Titelverteidigung, festhielt. „Wie schon 2019 habt ihr euch auch in diesem Jahr ein spektakuläres Finalduell geliefert, bei dem das Zusehen sehr viel Spaß gemacht hat", findet Frank Dohnke, Vorsitzender des NFV Kreis Harburg, der dem TVV Neu Wulmstorf auch sein Dank für die Organisation des Finaltags aussprach: „Am Ende kann bekanntlich nur einer gewinnen. Trotzdem wollen wir sowohl dem zweiten Sieger, dem MTV Ramelsloh, als auch dem Kreispokalsieger, dem TVV Neu Wulmstorf für dieses tolle Endspiel gratulieren!"

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 Autor: Yannik Brunke / Fotos: Olaf Lahse

Seite zuletzt aktualisiert am: 20.06.2022

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