06.03.2019

Zum Tode von Klaus-Dieter Wendorf

Autor / Quelle: Dominik Heuer

Das Ehrenmitglied der SG Estetal verstarb vor rund zwei Monaten

Der NFV-Kreis Harburg trauert um ein verdientes Mitglied seiner Fußballfamilie. Klaus-Dieter Wendorf verstarb vor rund zwei Monaten. Das Ehrenmitglied der SG Estetal bleibt in guter Erinnerung.

Er war 48 Jahre im SV Trelde-Kakenstorf, davon 34 als Kassenwart im Vorstand und seit 2015 Ehrenmitglied des Vereins. Auch im TSV Sprötze war er schon 25 Jahre lang Mitglied. Fußball war sein großes Hobby, daher war er diesem Sport besonders verbunden und so leitete er seit 1980 mit kurzer Unterbrechung bis zu seinem Ableben die SG Estetal, eine Spielgemeinschaft der beiden Vereine SV Trelde-Kakenstorf und TSV Sprötze. Er war einer der Gründungsmitglieder der SGE, die am 20. Juni 1975 von den beiden Stammvereinen aus der Taufe gehoben wurde.

Auch sportlich war er sehr erfolgreich als Spieler, der es mit seiner Mannschaft fast einmal geschafft hätte, in die Landesliga aufzusteigen, aber immerhin spielte er einige Jahre in der Bezirksliga. Er war Schiedsrichter und nicht zuletzt längere Zeit Trainer der 1.Herren, der er - nach deren Abstieg bis in die 3.Kreisklasse - wieder Leben einhauchte und mit half, sie wieder zu alter Stärke zu formen.

Klaus-Dieter sprang immer dann ein, wenn Not am Mann war. Das war auch so vor gar nicht langer Zeit, als man keinen Trainer für die ganz jungen Jahrgänge fand. Er übernahm diese junge Truppe und aktivierte einen Teil der eigenen Familie, die mithalf auch diese schwierige Phase zu überbrücken. Er war viele Jahre der sportliche Leiter von Pfingst- und später Mitternachtsturnieren in Trelde, die immer zahlreiche sowie qualitativ gut spielende Mannschaften anzogen, so auch seinen ehemaligen Klub aus seiner Hamburger Heimat, den SV Billstedt-Horn. Er war vielseitig im Einsatz, was sicher nicht Immer einfach war, gleichwohl half ihm dabei seine ruhige und besonnende Art und es gelang ihm in der Regel den ein oder anderen Heißsporn in seinem Umfeld zu besänftigen. Was ihm auch gut gelang, war das Miteinander zwischen den Stammvereinen und der SGE.

In den letzten Jahren war er sich auch nicht zu schade, bei den Heimspielen der 1. und 2. Herren die Bewirtschaftung des Kiosk zusätzlich zu übernehmen, erst zusammen mit seiner Frau Anne-Lore und später alleine. Manche von uns hatten das Gefühl, dass Ihm auch diese Ablenkung gut tat, da er so unter Menschen kam, denn das Alleinsein ohne seine verstorbene Anne-Lore machte ihm schon sehr zu schaffen. Nun ist er hoffentlich bei ihr.

Mit Klaus-Dieter Wendorf hat der Kreis-Fußballverband einen Sportkameraden und Freund verloren, der sehr fehlen wird, aber in Erinnerungen weiterhin in Ehren gehalten wird. Und so sind unsere Gedanken gerade in dieser Stunde bei ihm. 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 17.05.2019

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