13.01.2020

Von Nenndorf zum DFB

Autor / Quelle: Karsten Schaar

Matti Cebulla lernte das Fußballspielen beim TuS, kickt aktuell für Leipzig und ist jetzt Jugend-Nationalspieler

„Klar ist es mein Traum, Fußball-Profi zu werden. Aber man muss täglich hart dafür arbeiten“, erklärt Matti Cebulla. Dass dieser Traum längst keine Illusion mehr ist, hat der 17-Jährige inzwischen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „In eurem Alter stand er auch hier in der Halle, jetzt spielt er bei RB Leipzig in der Jugend-Bundesliga“, berichtete Frank Dohnke, Vorsitzender des Jugendausschusses des Kreisfußballverbands, vor einem U13-Futsal-Turnier in der Nenndorfer Schulsporthalle. Cebullas Besuch in der alten Heimat hatte einen guten Grund: Das Talent hat mittlerweile vier Länderspiele für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft absolviert. Sein Ausbildungsverein TuS Nenndorf erhielt dafür jetzt einen Scheck über 3950 Euro aus der Talentförderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Die Karriere des 17-Jährigen begann in Nenndorf, wo er fünf Jahre kickte, bevor es ihn jeweils für ein Jahr in die U14  des TSV Eintracht Immenbeck und dann weiter zum FC St. Pauli zog. Schließlich gelang vor dreieinhalb Jahren der Sprung zu den Roten Bullen nach Leipzig. Vor zwei Jahren durfte er das erste Mal das Trikot der Nationalmannschaft überstreifen. Sein Länderspieldebüt gegen Belgien hat er in guter Erinnerung. Nicht nur die Nationalhymne war für Cebulla ein emotionaler Moment. „Ich glaube, ein Länderspiel zu absolvieren, wünscht sich jeder Fußballer“, sagt der Innen- und Rechtsverteidiger, der auch im Mittelfeld zum Einsatz kommt.
Der Schritt nach Leipzig fiel ihm im Nachhinein nicht schwer. So musste er bereits in Hamburg immer früh aus dem Haus und kam erst spät wieder. „Es blieb wenig Zeit für Freunde.“ Das sei in Leipzig jetzt besser. Dort hat er auch schon bei den Profis mittrainieren dürfen. Aber ganz auf die fußballerische Karriere verlassen, möchte er sich nicht. So will er das Abitur machen, um sich den Weg zum Studium offen zu halten. Vielleicht Sportmanagement. Denn Sport soll auf jeden Fall ein Bestandteil bleiben. „Er ist einfach mein Leben.“
Nenndorfs Fußball-Abteilungsleiter Uwe Werth nahm den Scheck aus den Händen von  Wolfgang Schönfeld, Mitglied des Verbandsjugendausschusses des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV), entgegen. „Das Geld soll komplett in die Jugend fließen“, sagte Werth. Er hat auch schon ein erstes Projekt im Auge: Die jüngsten Kicker des TuS fangen im kommenden Jahr mit Funino an. „Da wird mit Sicherheit noch etwas gebraucht“, sagte der Nenndorfer Abteilungsleiter.

 

Für die Talentförderung von Matti Cebulla (rechts) von RB Leipzig nahm Nenndorfs Abteilungsleiter Uwe Werth (links) einen Scheck in Höhe von 3950 Euro von Wolfgang Schönfeld vom NFV entgegen.

Zurück
Seite zuletzt aktualisiert am: 14.01.2020

Regionale Sponsoren