17.12.2017

Jesteburger Frauen eine Klasse für sich

Autor / Quelle: Dominik Heuer

Regionalligist verteidigt Norbert-Bunge-Pokal durch 3:0-Finalsieg über SG Laßrönne/Borstel-Sangenstedt

Alles beim alten bei den Fußballerinnen im Kreis Harburg: Die Regionalliga-Frauen des VfL Jesteburg haben souverän den Norbert-Bunge-Pokal verteidigt. Die Seriensiegerinnen um Trainerin Ina Heitmann hatten nur im Halbfinale leichte Probleme, spielten sich ansonsten souverän durch das Turnier und feierten zum wiederholten Mal den Kreismeister-Titel im Futsal.

Erstmals wurde der traditionelle Norbert-Bunge-Pokal als offizieller Futsal-Cup ausgetragen. Elf Mannschaften hatten für das Turnier in Hittfeld gemeldet, darunter drei Teams aus dem Nachbarkreis Stade. Den Sieg machten aber die Teams aus dem Kreis Harburg unter sich aus.

Schon in der Gruppe untermauerte Jesteburg seine Ambitionen auf den Titel. Mit 15 Punkten und 34:0 Toren in fünf Spielen präsentierte der VfL sich in bester Torlaune. Hinter dem Regionalligisten qualifizierte sich der Bezirksligist SG Laßrönne/Borstel-Sangenstedt, mit 12 Punkten und 9:2 Treffern für die Finalspiele. Auf den weiteren Plätzen folgten der Buchholzer FC II (7 Pkt/ 6:9 Tore), der TVV Neu Wulmstorf (4 Pkt/ 5:11), der TSV Elstorf (3 Pkt/ 1:19) und die SV Drochtersen/Assel (2 Pkt/1:15). In der Parallelgruppe machten die Landesligisten den Sieg unter sich aus. Am Ende hatte der TSV Stelle (10 Pkt/ 10:3) knapp die Nase vorn vor dem TuS Fleestedt (9 Pkt/ 12:5). Auf Rang 3 landete mit dem VfL Güldenstern Stade (7 Pkt/ 8:3) die beste Mannschaft aus dem Nachbarkreis, gefolgt von VfL Jesteburg II (3 Pkt/ 3:12) und TSV Apensen (0 Pkt/ 4:14). Die Halbfinalspiele boten den Zuschauern besondere Dramatik.

Im ersten K.o.-Spiel zwischen Jesteburg und Fleestedt schien nach dem 1:0 durch Sarah Stöckmann alles seinen erwarteten Weg zu nehmen. Doch die Landesliga-Frauen des TuS nutzte eine Unachtsamkeit der Favoritinnen zum Ausgleich: Während eines Einkicks wechselte Jesteburg fleißig durch, geriet dadurch in Unterzahl in der Defensive und kassierte durch Fleestedts Lea Hartgen den einzigen Gegentreffer im Turnier. Jesteburg rannte weiter an, scheiterte aber immer wieder an der starken TuS-Torhüterin Teresa Christina Corterier. Drei Minuten vor dem Ende war dann aber auch die Keeperin machtlos, als Sophie Gerkens den 2:1-Siegtreffer erzielte. Im zweiten Halbfinale wirkte Laßrönne/Borstel-Sangenstedt nach zwei Toren von Jana Grizmann schon als sicherer Sieger, doch Stelle gab sich nicht geschlagen und kam durch Alina Prüfer und Pauline März noch zum 2:2-Ausgleich. Beide Teams hatten im Anschluss noch Chancen auf den Siegtreffer, doch die Entscheidung um den Finaleinzug fiel schließlich erst im Sechsmeterschießen. Dort hatte der Bezirkligist schließlich das bessere Ende für sich, zog ins Endspiel ein und schickte Stelle ins Spiel um Platz 3.

Die Begegnung der unterlegenen Halbfinalisten zwischen Stelle und Fleestedt war ein munteres Hin und Her, mit Chancen und Toren auf beiden Seiten. Nach der regulären Spielzeit stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel, sodass die Entscheidung um die Bronzemedaille vom Punkt fiel. Dort unterlagen die Stellerinnen erneut und beendeten das Turnier somit hinter Fleestedt auf Rang 4.

Im Endspiel traf der Seriensieger Jesteburg aus der Regionalliga auf den Überraschungsfinalisten Laßrönne/Borstel-Sangenstedt aus der Bezirksliga. Zu Beginn konnte der Außenseiter den VfL noch ärgern, doch nach dem 1:0 durch Jesteburgs Anika Prüfer spielte der Favorit seine körperliche Überlegenheit souverän aus. Dana Sievers und Nele Heins erhöhten das Ergebnis noch auf 3:0 und machten die Titelverteidigung damit perfekt.

Für den unterlegenen Finalisten hatte Kreis-Vorsitzender Manfred Marquardt aber Lob parat. „Ihr habt das Endspiel zwar verloren, aber insgesamt ein tolles Turnier gespielt.“ Der Wanderpokal ging aber verdientermaßen auch in diesem Jahr nach Jesteburg. Spielführerin Sophie Gerkens nahm den Pokal von Marquardt entgegen, neben Medaillen gab es für den VfL auch noch Freikarten für ein Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga von HL Buchholz 08/Rosengarten. Applaus gab es auch für das sechsköpfige Schiedsrichterteam, das mit den äußerst fairen Spielen keine Probleme hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 11.01.2018

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