18.06.2018

Herausfordernde Saison gut beendet

Autor / Quelle: Dominik Heuer

Arbeitstagung: Spielausfälle beherrschten abgelaufene Saison – Kreisverband zufrieden mit Bewältigung des Kraftaktes

Irgendwie schienen Manfred Marquardt, Vorsitzender des Kreis-Fußballverbands, und sein Spielausschussvorsitzender Mario Leder erleichtert, als sie auf der Arbeitstagung in Harmstorf über die abgelaufene Saison sprachen. „Extrem herausfordernd und belastend“ sei die vergangene Spielzeit gewesen, in der Spielausfälle „in einem nie dagewesenen Ausmaß“ bewältigt werden mussten. Trotzdem sei es für den Kreisverband eine erfolgreiche Saison gewesen.

„Ich bin seit 22 Jahren im Spielausschuss, aber so eine katastrophale Saison habe ich noch nie erlebt“, blickte Leder zurück. Aufgrund von Regenfällen, Gewittern und des langen Winters waren von Oktober bis Ostern kaum Spiele möglich. Immer wieder wurden Spiele abgesagt und mussten verlegt werden. „Die Spielserie war realistisch kaum planbar“, bilanzierte er. Zwischenzeitlich gab es auch Überlegungen, die Saison noch zu verlängern, wie es beispielsweise in der Regionalliga Nord der Fall war. Doch dank guter Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verantwortlichen sei es gelungen, die Spielzeit noch pünktlich zu Ende zu bekommen – auch wenn das hin und wieder bedeutete, dass Mannschaften bis zu drei Spiele in fünf Tagen zu absolvieren hatten. Auch 17 Fälle von Nichtantritt sei ein Rekord, den Leder aber auch auf die hohen Belastungen und vielen Termine schob. „Die Spieler und Verantwortlichen gingen auf den Zahnfleisch“, erkannte auch Marquardt.

In seinem Bericht blickte der Vorsitzende auch auf die weiter sinkenden Meldezahlen. Dabei sei der negative Trend im Kreis Harburg stabil und im Vergleich noch geringfügig. Es gingen in der vergangenen Saison neun Mannschaften verloren, so dass die Meldezahlen erstmals wieder unter der 500er-Marke waren (498 Teams). Im Vergleich: Der Durchschnitt im NFV liegt mit -3,7 Prozent fast doppelt so hoch. Entgegen der rückläufigen Mannschaften sind die Mitgliederzahlen gestiegen. 15094 Fußballer kicken laut Marquardt im Kreis Harburg. „Wir profitieren von unserer Lage im Speckgürtel Hamburgs“, berichtete Marquardt. Besonders der Jugendbereich ist stark vertreten. Mit 337 Teams sei der Kreis der mit Abstand stärkste im Bezirk Lüneburg. „Diese gute Jugendarbeit tut natürlich auch dem Herrenbereich gut“, freute sich Marquardt.

Denn bei den Herren und Damen waren die Teams aus dem Kreis Harburg durchaus erfolgreich im abgelaufenen Saison. Die Frauen des VfL Jesteburg sind als Regionalligist weiter die höchstspielende Mannschaft, die nur knapp am Einzug in den DFB-Pokal vorbeigeschrammt ist. In den Landesligen schaffte sowohl Meckelfeld bei den Herren als auch Stelle, Buchholz, Elbmarsch und Fleestedt bei den Frauen den Klassenerhalt. Mit dem TSV Winsen rückt ein weiterer Kreisvertreter in diese Spielklasse auf. Ebenso als Erfolg wertete Marquardt den Kreispokal-Endspieltag in Buchholz, bei dem rund 1300 Zuschauer auf der Anlage waren. Auch die Ü40-Niedersachsenmeisterschaft in der Halle (Ausrichter SG Borstel-Luhdorf) und die Ü50-Niedersachsenmeisterschaft auf dem Feld (SG Holvede-Heidenau) seien tolle Veranstaltungen und Werbung für den Kreis Harburg gewesen, so der Vorsitzende.

Auch die Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses, Kim-Jana Trenkner, die krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, sei zufrieden mit der Saison. Mit dem Aufstieg von Tim Lahse (TSV Elstorf) hat der Kreis Harburg jetzt wieder einen Schiedsrichter in der Oberliga. Was Kim-Jana Trenkner aber ärgerte, waren die Ansetzungsrückgaben ihrer Schiedsrichter, die in dieser Dimension noch nie dagewesen und auch kaum noch zu ertragen seien. Entsprechend viele Strafgelder gingen an die Vereine. „Ihr habt aber überhaupt nicht gemeckert, also scheint es euch egal zu sein“, zitierte Marquardt die Ausschuss-Vorsitzende.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 06.11.2018

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