03.07.2017

Ehrenmitgliedschaft für Weis und Schmidt

Autor / Quelle: Dominik Heuer

Lobeshymnen auf langjährige Mitglieder des Schiedsrichterausschusses – Aufnahme in elitären Kreis

Der NFV-Kreis Harburg hat zwei neue Ehrenmitglieder: Joachim Weis und Otto Schmidt wurden auf dem Kreistag in den elitären Kreis aufgenommen. Beide haben sich durch jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz im Kreis und darüber hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Nachdem sie jetzt ihre Ämter abgegeben haben, war die Wahl zu Ehrenmitgliedern die logische Konsequenz.

Joachim Weis wurde als Schiedsrichterobmann bereits auf der Jahreshauptversammlung mit Lob überschüttet. „Joachim war nicht nur ein ausgezeichneter KSO, er war auch ein sehr guter Schiedsrichter“, sagte Bezirksschiedsrichterobmann Berthold Fedtke, der Weis noch in der Oberliga beobachtet hat. Auch Manfred Marquardt, Vorsitzender des NFV-Kreises Harburg, weiß um die Verdienste des Kleckeners. „Wie wir zusammengearbeitet haben, war wirklich allererste Sahne. Du hast über alles bei den Schiedsrichtern Bescheid gewusst und dich immer schützend vor deine Leute gestellt“, so Marquardt. Die Zusammenarbeit sei freundschaftlich gewesen und von konstruktiver Sachlichkeit und Klarheit geprägt. „Du hast es geschafft, junge Schiedsrichter zu fördern und die älteren weiter mit einzubinden“, so Marquardt.

1976 legte der 56-Jährige seine Prüfung als Referee ab, seinem Verein TSV Holvede-Halvesbostel ist er all die Jahre treu geblieben. Sportlich führte sein Weg bis in die Oberliga, 1994 wurde er als Ansetzer auch abseits des Platzes aktiv. 2006 übernahm er schließlich den Posten des Kreisschiedsrichterobmanns. „Ich bin vor elf Jahren mehr oder weniger in das Amt reingefallen und möchte jetzt aufhören, weil es auch noch andere wichtige Sachen gibt“, sagte Weis. Ganz verzichten müssen Fußballer und Schiedsrichter in der Region allerdings nicht auf ihn. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Kreisschiedsrichterausschuss ist das neue Ehrenmitglied noch als Staffelleiter, Beobachter und Coach aktiv – und natürlich macht Weis auch an der Pfeife weiter. „Von 100 auf 0 runterfahren, kann ich nicht.“

Mit Standing Ovations wurde Otto Schmidt von der SG Scharmbeck-Pattensen zum Ehrenmitglied gewählt. „Es gibt niemanden im Kreis-Verband, den die Vereine mehr schätzen als dich“, weiß Marquardt um die Anerkennung des 72-Jährigen. Mit seiner ruhigen, besonnenen und humorvollen Art hat er in den vergangenen 40 Jahren die Probleme der Ansetzerei nahezu weggelächelt. Insgesamt gingen in der Zeit mehr als 100.000 Ansetzungen über seinen Tisch, was hochgerechnet etwa 620 Arbeitstagen entspricht.

Sein Engagement für den Kreis-Verband ging über das Ansetzen von Spielen aber noch weit hinaus. Er war in all den Jahren „ganz nebenbei“ noch Staffelleiter, Ehrenamtsbeauftragter, Schiedsrichter-Beobachter und stellvertretender Vorsitzender. Zudem pfeift Schmidt seit 52 Jahren selbst Begegnungen. So viel Leidenschaft für den Fußball blieb auch niedersachsen- und deutschlandweit nicht verborgen. „Mehr Ehrungen, als du sie hast, kann man kaum kriegen. Mehr Einsatz, als du ihn gezeigt hast, kann man aber auch kaum investieren“, sagte Weis, der viele Jahre mit Schmidt im Schiedsrichterausschuss zusammengearbeitet und dessen Engagement somit hautnah miterlebt hat. Marquardt fasste die Lobeshymnen, die auf den 72-Jährigen einprasselten, passend zusammen: „Du bist ein Held der ehrenamtlichen Tätigkeit.“ Schmidt griff anschließend noch kurz selbst zum Mikro und erklärte seine Beweggründe: „Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Aber zum Jubiläum ist es Zeit für mich, aufzuhören und Jüngeren das Ruder zu übergeben.“

Kreis-Vorsitzender Manfred Marquardt (Mitte) mit den neuen Ehrenmitgliedern Otto Schmidt (links) und Joachim Weis.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 23.11.2017

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