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Schiri-Talente werden gefördert
Freitag, 12 Mär 2010

Erster Assistentenlehrgang für junge Schiedsrichter erfolgreich durchgeführt

Der Schiedsrichter-Ausschuss des Kreis Harburg hat im März erstmals einen Qualifizierungs- und Weiterbildungslehrgang für junge Schiedsrichter durchgeführt. Zielgruppe waren vor allem die Assistenten aus der Kreisliga sowie der Bezirksligen. „Es wird immer wichtiger frühzeitig zu erkennen, wer ein Talent ist und wer gefördert werden kann und das auch will”, so KSO Joachim Weis. Gerade durch die Anforderungen, die der DFB und der Norddeutsche Fußballverband den Bezirken (und dadurch auch den Kreisen) vorgeben, wird eine nachhaltige Ausbildung von jungen Schiedsrichtern zunehmend wichtiger.

Aus diesem Grund hat der KSA unter der Federführung von Christian Rix und Bruno Brito da Rocha ein Talentförderkonzept auf die Beine gestellt, was sich letzten Endes in dem zentralen Ansetzungssystem der Assistenten sowie dem kürzlich durchgeführten Assistentenlehrgang in Jesteburg wiederfindet. Durch die Erkenntnisse aus dem zentralen Ansetzungssystem, dem Feedback der Kreisliga-Schiedsrichter sowie den Bezirksbeobachtungen wurden die Talente erkannt und entsprechend zur Weiterbildungsmaßnahme „Assistentenlehrgang” (Qualifizierungs- und Weiterbildungslehrgang) eingeladen.

Nachdem zunächst die Anforderungsprofile hinsichtlich Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, Einsetzbarkeit, körperliche Fitness und Regelkenntnis besprochen wurden, haben die jungen Schiedsrichtertalente im Verlaufe des Lehrgangs anhand verschiedener Bild- und Videomaterialien konkrete Spielsituationen besprochen. „Es ging nicht nur um das Vermitteln der richtigen Entscheidung anhand des Regeltextes, sondern es ging uns dabei vor allem darum, den Schiedsrichtern das vermeintlich Offensichtliche noch einmal bewusst zu machen. Das Schiedsrichterwesen liefert den jungen Nachwuchskräften soziale Kompetenzen, die nicht nur auf dem Fußballplatz wichtig sind,” so Lehrgangsleiter Christian Rix. Zusammen mit dem Bezirksschiedsrichter Felix Brandecker, wurden außerdem in Videoszenen integrierte Rollenspiele bearbeitet und hinsichtlich ihrer Außenwirkung analysiert.

Die insgesamt 23 Teilnehmer zwischen 14 und 24 Jahren haben in vier Stunden die unterschiedlichsten Fassetten eines angehenden Spitzenschiedsrichters kennengelernt. „Vielleicht können wir so unsere Talente noch mehr dazu bringen sich zu engagieren und für die Schiedsrichterei zu begeistern, als sie es jetzt schon tun”, hofft KSO Joachim Weis. „Wir haben so für eine weitere wichtige Möglichkeit zur nachhaltigen Ausbildung von Spitzenkräften gesorgt, die für die Besetzung in den höheren Spielklassen unerlässlich ist”, ergänzt Rix. Neben den Lehrgängen in Barsinghausen schafft der Kreis Harburg somit ein zusätzliches Mosaik für eine kontinuierliche Schiedsrichterausbildung.

Er hat diesen Lehrgang ganz besonders deshalb durchgeführt, weil es bisher diese Übungsstunden mit einer solchen speziellen Zielgruppe nicht gab. Aus diesem Grund hatte der Verbandsschiedsrichter-Lehrwart Bernd Domurat bereits im Vorfeld des Lehrgangs vor allem lobende Worte für eine solche Maßnahme. Dass der Verband bereits eigene Planungen hinsichtlich der Assistentenausbildung auf Verbandsebene hat, zeigt, dass der Kreis Harburg bereits auf den richtigen Weg ist.

Das Urteil von den Lehrgangsleitern fällt daher sehr positiv aus:„ Alle im Kreis, sowohl unsere Gespannführer, als auch unsere Assistenten können von solchen Maßnahmen nur profitieren. Die gute und intensive Mitarbeit aller Teilnehmer war schon sehr beeindruckend. Konzentriert an einem vierstündigen Lehrgang an einem Samstagmorgen zu arbeiten spricht für die Motivation und den Willen. Wir sind stolz auf unsere Teilnehmer!”

Als Belohnung werden die besten fünf Teilnehmer zu einem Vorbereitungslehrgang der Bezirksschiedsrichter eingeladen. „Nachdem unser Assistentenlehrgang eher potentialorientiert war und die Generierung von Talenten zum Ziel hatte, dürfen sich die Besten nun auch auf den leistungsorientierten Lehrgang unserer Spitzenschiedsrichter präsentierten.”

Als zusätzlichen Anreiz werden die meisten Teilnehmer in der Rückserie durch Einsätze in der Bezirksoberliga sowie in den Junioren-Regionalligen belohnt. Im A- und B- Juniorenbereich symbolisiert dies immerhin die zweithöchste Spielklasse, die es in Deutschland gibt. Im C-Junioren- Bereich ist es sogar die höchste erreichbare Spielklasse.

Bereits jetzt steht für den KSA Harburg fest, dass in der zweiten Jahreshälfte einen Anschlusslehrgang angeboten werden soll.

schiedsrichter-lehrgang

Mit interessanten Ausführungen unterrichtete der Vorsitzende des Kreisschiedsrichter-ausschusses, Joachim Weis (rechts), die Nachwuchs-Talente während des Lehrgangs.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 12. März 2010 um 20:28 Uhr veröffentlicht und wurde unter Aktuelles abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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